Markus 1

Bibelübersetzung Grerol 2026 – Leseprobe

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Das Evangelium nach Markus


Markus 1
1 Anfang des Evangeliums von Jesus Christus,
dem Sohn Gottes.
2 Wie geschrieben steht beim Propheten Jesaja:
„Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her,
der deinen Weg bereiten soll.
Eine Stimme ruft in der Wüste:
Bereitet dem Herrn den Weg,
macht gerade seine Pfade!“
3 So trat Johannes der Täufer in der Wüste auf
und predigte die Taufe der Umkehr zur Verge-
bung der Sünden.
4 Ganz Judäa und alle Einwohner Jerusalems zo-
gen zu ihm hinaus. Sie bekannten ihre Sünden
und ließen sich von ihm im Jordan taufen.
5 Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaaren
und einen ledernen Gürtel um die Hüften. Er aß
Heuschrecken und wilden Honig.
6 Er predigte: „Nach mir kommt einer, der stärker
ist als ich. Ich bin nicht einmal würdig, mich zu bü-
cken und ihm die Riemen der Sandalen zu lösen.
7 Ich habe euch mit Wasser getauft, er aber wird
euch mit dem Heiligen Geist taufen.“
8 In jenen Tagen kam Jesus aus Nazareth in Gali-
läa und ließ sich von Johannes im Jordan taufen.
9 Und sogleich, als er aus dem Wasser stieg, sah
er den Himmel sich öffnen und den Geist wie eine
Taube auf sich herabkommen.
10 Und eine Stimme kam vom Himmel: „Du bist
mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen
gefunden.“
11 Sofort trieb ihn der Geist in die Wüste.
12 Vierzig Tage lang war er in der Wüste und
wurde vom Satan versucht. Er war bei den wilden
Tieren, und die Engel dienten ihm.
13 Nachdem Johannes ausgeliefert worden war,
kam Jesus nach Galiläa und verkündigte das
Evangelium Gottes:
14 „Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe
gekommen. Kehrt um und glaubt an die gute Bot-
schaft!“
15 Als er am Galiläischen Meer entlangging, sah
er Simon und seinen Bruder Andreas, die gerade
ihre Netze ins Meer warfen; sie waren nämlich
Fischer.
16 Jesus sagte zu ihnen: „Kommt mir nach, und
ich werde euch zu Menschenfischern machen.“
17 Sofort ließen sie ihre Netze liegen und folgten
ihm.
18 Als er ein Stück weiterging, sah er Jakobus,
den Sohn des Zebedäus, und seinen Bruder Jo-
hannes. Sie saßen im Boot und flickten ihre Netze.
19 Sofort rief er sie. Und sie ließen ihren Vater
Zebedäus mit den Tagelöhnern im Boot zurück
und folgten ihm.
20 Sie kamen nach Kapernaum. Am Sabbat ging
er sogleich in die Synagoge und lehrte.
21 Die Leute waren sehr beeindruckt von seiner
Lehre, denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht
hat, und nicht wie die Schriftgelehrten.
22 In ihrer Synagoge war gerade ein Mann, der
von einem unreinen Geist besessen war. Er schrie
auf:
23 „Was willst du von uns, Jesus von Nazareth?
Bist du gekommen, uns zu vernichten? Ich weiß,
wer du bist: der Heilige Gottes!“
24 Jesus fuhr ihn an: „Schweig und fahre aus von
ihm!“
25 Der unreine Geist zerrte den Mann hin und her
und fuhr mit lautem Geschrei aus ihm aus.
26 Alle erschraken, sodass sie einander fragten:
„Was ist das? Eine neue Lehre mit Vollmacht! So-
gar den unreinen Geistern befiehlt er, und sie ge-
horchen ihm.“
27 Und sein Ruf verbreitete sich sofort überall in
ganz Galiläa.
28 Sogleich verließen sie die Synagoge und gin-
gen mit Jakobus und Johannes in das Haus des
Simon und Andreas.
29 Die Schwiegermutter des Simon lag mit Fieber
im Bett. Sofort erzählten sie ihm von ihr.
30 Er trat zu ihr, ergriff ihre Hand und richtete sie
auf. Das Fieber verließ sie, und sie begann, ihnen
zu dienen.
31 Am Abend, als die Sonne untergegangen war,
brachten sie alle Kranken und Besessenen zu ihm.
32 Die ganze Stadt war vor der Tür versammelt.
33 Er heilte viele, die an verschiedenen Krankhei-
ten litten, und trieb viele Dämonen aus. Die Dä-
monen aber ließ er nicht reden, denn sie kannten
ihn.
34 Früh am Morgen, als es noch dunkel war, stand
er auf, ging hinaus an einen einsamen Ort und
betete dort.
35 Simon und seine Begleiter suchten ihn,
36 und als sie ihn fanden, sagten sie zu ihm: „Alle
suchen dich.“
37 Er antwortete: „Lasst uns woanders hingehen,
in die benachbarten Dörfer, damit ich auch dort
verkündige. Denn dazu bin ich gekommen.“
38 Und er ging durch ganz Galiläa, predigte in
ihren Synagogen und trieb die Dämonen aus.
39 Ein Aussätziger kam zu ihm, fiel auf die Knie
und bat ihn: „Wenn du willst, kannst du mich rein
machen.“
40 Jesus hatte Mitleid mit ihm, streckte die Hand
aus, berührte ihn und sagte: „Ich will es – sei rein!“
41 Sofort wich der Aussatz von ihm, und er wurde
rein.
42 Jesus schickte ihn sofort weg und schärfte ihm
ein:
43 „Sieh zu, dass du niemandem etwas sagst,
sondern geh hin, zeig dich dem Priester und bring
das Reinigungsopfer dar, das Mose vorgeschrie-
ben hat – ihnen zum Zeugnis.“
44 Er aber ging hinaus und begann, viel davon zu
reden und die Sache bekannt zu machen, sodass
Jesus nicht mehr offen in eine Stadt gehen konn-
te. Er hielt sich draußen an einsamen Orten auf.
Dennoch kamen die Leute von überallher zu ihm.

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