Johannes 1

Bibelübersetzung Grerol 2026 – Leseprobe

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Das Evangelium nach Johannes


Johannes 1
1 Im Anfang war das Wort,
und das Wort war bei Gott,
und das Wort war Gott.
2 Dieses war im Anfang bei Gott.
3 Alles ist durch es geworden,
und ohne es ist nichts geworden, was geworden
ist.
4 In ihm war Leben,
und das Leben war das Licht der Menschen.
5 Und das Licht leuchtet in der Finsternis,
und die Finsternis hat es nicht ergriffen.
6 Es trat ein Mensch auf, gesandt von Gott, sein
Name war Johannes.
7 Dieser kam zum Zeugnis, damit er Zeugnis gebe
vom Licht, damit alle durch ihn zum Glauben kä-
men.
8 Er war nicht das Licht, sondern er sollte Zeugnis
geben vom Licht.
9 Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuch-
tet, kam in die Welt.
10 Er war in der Welt,
und die Welt ist durch ihn geworden,
und die Welt erkannte ihn nicht.
11 Er kam in sein Eigentum,
und die Seinen nahmen ihn nicht auf.
12 Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Voll-
macht, Kinder Gottes zu werden,
denen, die an seinen Namen glauben,
13 die nicht aus Blut, noch aus dem Willen des
Fleisches, noch aus dem Willen eines Mannes,
sondern aus Gott geboren sind.
14 Und das Wort wurde Fleisch
und wohnte unter uns,
und wir sahen seine Herrlichkeit,
eine Herrlichkeit als des Eingeborenen vom Vater,
voll Gnade und Wahrheit.
15 Johannes gibt Zeugnis von ihm und ruft:
„Dieser war es, von dem ich gesagt habe:
Der nach mir kommt, ist vor mir gewesen,
denn er war eher als ich.“
16 Denn aus seiner Fülle haben wir alle empfan-
gen,
und Gnade um Gnade.
17 Denn das Gesetz wurde durch Mose gegeben,
die Gnade und die Wahrheit aber kamen durch
Jesus Christus.
18 Niemand hat Gott je gesehen;
der eingeborene Sohn, der im Schoß des Vaters
ist,
der hat ihn kundgemacht.
19 Und dies ist das Zeugnis des Johannes, als die
Juden aus Jerusalem Priester und Leviten zu ihm
sandten, um ihn zu fragen: „Wer bist du?“
20 Er bekannte und leugnete nicht; er bekannte:
„Ich bin nicht der Christus.“
21 Und sie fragten ihn: „Was dann? Bist du Elia?“
Er sagt: „Ich bin es nicht.“ – „Bist du der Prophet?“
Er antwortete: „Nein.“
22 Da sagten sie zu ihm: „Wer bist du? Damit wir
denen Antwort geben können, die uns gesandt
haben. Was sagst du von dir selbst?“
23 Er sagte:
„Ich bin die Stimme eines Rufenden in der Wüste:
Macht gerade den Weg des Herrn!,
wie der Prophet Jesaja gesagt hat.“
24 Und sie waren von den Pharisäern gesandt.
25 Sie fragten ihn und sagten zu ihm: „Warum
taufst du dann, wenn du nicht der Christus bist,
noch Elia, noch der Prophet?“
26 Johannes antwortete ihnen: „Ich taufe mit
Wasser. Mitten unter euch steht einer, den ihr
nicht kennt,
27 der nach mir kommt, dessen Riemen der San-
dalen ich nicht wert bin zu lösen.“
28 Dies geschah in Bethanien jenseits des Jordan,
wo Johannes taufte.
29 Am nächsten Tag sieht Johannes Jesus auf sich
zukommen und sagt:
„Seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt
wegnimmt!
30 Dieser ist es, von dem ich gesagt habe:
Nach mir kommt ein Mann, der vor mir gewesen
ist, denn er war eher als ich.
31 Und ich kannte ihn nicht; aber damit er Israel
offenbar werde, darum bin ich gekommen und
taufe mit Wasser.“
32 Und Johannes gab Zeugnis und sagte:
„Ich habe den Geist wie eine Taube vom Himmel
herabkommen sehen, und er blieb auf ihm.
33 Und ich kannte ihn nicht; aber der mich ge-
sandt hat, mit Wasser zu taufen, der sagte zu mir:
Auf wen du den Geist herabkommen und auf ihm
bleiben siehst, der ist es, der mit dem Heiligen
Geist tauft.
34 Und ich habe gesehen und bezeugt: Dieser ist
der Sohn Gottes.“
35 Am nächsten Tag stand Johannes wieder da
und zwei von seinen Jüngern.
36 Und er blickte auf Jesus, der vorüberging, und
sagte: „Seht, das Lamm Gottes!“
37 Die zwei Jünger hörten ihn reden und folgten
Jesus.
38 Jesus aber wandte sich um, sah sie folgen und
sagt zu ihnen: „Was sucht ihr?“ Sie sagten zu ihm:
„Rabbi (das heißt übersetzt: Meister), wo wohnst
du?“
39 Er sagt zu ihnen: „Kommt und seht!“ Sie gin-
gen hin und sahen, wo er wohnte, und blieben
jenen Tag bei ihm. Es war etwa die zehnte Stunde.
40 Andreas, der Bruder des Simon Petrus, war
einer der zwei, die es von Johannes gehört hatten
und Jesus gefolgt waren.
41 Dieser findet zuerst seinen eigenen Bruder
Simon und sagt zu ihm: „Wir haben den Messias
gefunden“ (das heißt übersetzt: Christus).
42 Er führte ihn zu Jesus. Jesus blickte ihn an und
sagte: „Du bist Simon, der Sohn des Johannes; du
sollst Kephas heißen“ (das heißt übersetzt: Petrus).
43 Am nächsten Tag wollte Jesus nach Galiläa
aufbrechen. Er findet Philippus und sagt zu ihm:
„Folge mir!“
44 Philippus aber war aus Bethsaida, aus der
Stadt des Andreas und Petrus.
45 Philippus findet Nathanael und sagt zu ihm:
„Wir haben den gefunden, von dem Mose im Ge-
setz und die Propheten geschrieben haben: Je-
sus, den Sohn Josefs, aus Nazareth.“
46 Nathanael sagte zu ihm: „Aus Nazareth kann
etwas Gutes kommen?“ Philippus sagt zu ihm:
„Komm und sieh!“
47 Jesus sah Nathanael auf sich zukommen und
sagt von ihm: „Siehe, wahrhaftig ein Israelit, in
dem keine Falschheit ist.“
48 Nathanael sagt zu ihm: „Woher kennst du
mich?“ Jesus antwortete ihm: „Bevor Philippus
dich rief, sah ich dich unter dem Feigenbaum.“
49 Nathanael antwortete ihm: „Rabbi, du bist der
Sohn Gottes, du bist der König von Israel!“
50 Jesus antwortete ihm: „Weil ich dir sagte, dass
ich dich unter dem Feigenbaum sah, glaubst du?
Du wirst Größeres als dies sehen.“
51 Und er sagt zu ihm: „Wahrlich, wahrlich, ich
sage euch: Ihr werdet den Himmel offen sehen
und die Engel Gottes auf- und niedersteigen auf
den Menschensohn.“

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